Wie im Einkauf von externem Personal in Arbeitnehmerüberlassung Einsparungen gehoben UND die Qualität gesteigert werden können.

Der Einkauf von externem Personal oder auch „Fremdpersonal“ wie es oft im Bürokraten-Deutsch genannt wird, ist eine Warengruppenkategorie, die so ganz anders ist. Ganz anders deswegen, weil es eben eigentlich überhaupt nicht bürokratisch ist, sondern echte externe Mitarbeiter eingekauft werden, die dann interne Herausforderungen und Workload erledigen sollen. Also echte Menschen und keine Schrauben oder entfernte Dienstleistungen. Und ganz anders auch, weil personalrechtliche Themen hinzutreten und damit intern, neben dem Einkauf, oft die Kollegen aus dem HR, der Rechtsabteilung, Fachabteilungen und dem Management mehr oder weniger effektiv miteingebunden sind, oder – auch beliebt – unkoordiniert jeweils ihr eigenes Ding machen, so dass keine zentrale Steuerung stattfindet.

Daher sprechen wir gerne über „Die Gewinnung, den Einkauf und die smarte Organisation von flex & skilled work“, welche von Mitarbeitern erledigt wird, die extern über Personaldienstleister, Agenturen oder als Solo-Freelancer beauftragt werden. Rechtlich betrachtet geschieht dies, wenn es um reine Flexibilität geht, oft über das Instrument der „Zeitarbeit“ in Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) und für Freelancer und Dienstleister allgemein über Werk-/Dienstverträge. Und wenn ich oben geschrieben habe, dass die Warengruppe an sich anderen Regeln folgt, so sei hier darauf hingewiesen, dass zusätzlich ein großer Unterschied zwischen dem Einkauf von ANÜ und den übrigen Vertragsformen besteht.

 

The trend is your friend

Das Thema verändert sich aktuell rasant, hauptsächlich auch, da der Arbeitsmarkt insgesamt dramatischen Veränderungen unterworfen ist. Das bedeutet für den Einkauf, dass es von unschätzbarem Nutzen ist, diese Markttrends zu kennen und für das eigene Business auszuwerten, bevor z.B. Ausschreibungen aufgesetzt werden oder Personal irgendwie nebenbei unstrukturiert über „bekannte und bewährte“ Kanäle geordert wird oder der Praktikant mal kurz googeln soll.

 

Sicher ist sicher

Oft wird der Einkauf zusätzlich gebeten, das Thema „Compliance“ für diesen Bereich aufzustellen und für dessen Einhaltung Sorge zu tragen. Insbesondere der Einsatz von Freelancern sorgt dabei durch die unklare Rechtslage bei unerwünschten Scheintatbeständen – die Beschäftigung von „Scheinselbstständigen“ – oder generell über Werk-/Dienstverträge, die de facto anders gelebt werden als vertraglich aufgesetzt, immer wieder für echte Probleme. Dabei zeigt sich in Deutschland, dass fast alle größeren Organisationen das Thema mittlerweile auf dem Schirm haben und häufig im Mittelstand noch nach dem Motto „da passiert schon nichts“ gearbeitet wird oder wenig dazu bekannt ist.

 

Jetzt geht’s los – Einsparungen warten nur darauf gehoben zu werden, auch in Ihrer Organisation

Last but not least wird der Einkauf vor allem an realisierten Einsparungen gemessen und hier kommen wir auf die Titelüberschrift zu sprechen: Kurzfristig kann „Mr. 5, 10 oder sogar 15%“ immer wieder mal funktionieren, doch wir sehen in der Praxis insbesondere bei diesem Thema, wie mittel- und langfristig damit Ziele verfehlt werden und höhere Kosten entstehen. Die Warengruppe hat besonders in Deutschland übrigens nach wie vor enormes Einsparpotenziel – wir sehen regelmäßig 6 – 12% in unseren Kostentransparenzanalysen. Diese lassen sich allerdings am aller besten auf Augenhöhe mit den Dienstleistern realisieren: Lernen Sie den Markt, die Herausforderungen und auch die Kostenstruktur „Ihrer“ Dienstleister kennen. Sie werden sehen: Es lohnt sich!  So überraschend es klingt und es am Anfang noch keiner glaubt: Als echter Partner auf Augenhöhe, realisieren Sie Einsparungen und steigern die Qualität in der Zusammenarbeit mit den Dienstleistern wie auch den internen Stakeholdern.